Projektbeschreibung

Hintergrund

TCI Sanmar Chemicals SAE mit Sitz in Ägypten ist einer der größten Chemikalienproduzenten in der MENA-Region (Middle East & North Africa). TCI verfügt in Port Said über eine hochmoderne chemische Produktionsanlage zur Herstellung von 200000 TPA PVC (Polyvinylchlorid) und 275000 TPA Ätznatron. Dies sind die größten Kapazitäten in der MENA-Region. In Phase 2 des Projekts wurde die PVC-Kapazität verdoppelt und eine neue Calciumchlorid-Granulatanlage hinzugefügt.

Aufgrund der Wasserknappheit in Ägypten gelten lokale Normen, die eine Mindestableitung von Abwässern aus Industrieanlagen fordern. Dies erfordert die Bereitstellung von Abwasserrecycling- und Wiederverwendungsanlagen für alle Branchen in Ägypten.

Die Herausforderung

In Phase 2 der Erweiterung stellte von den verschiedenen zu behandelnden Abwasserströmen das PVC-Abwasser eine echte Herausforderung dar.

Das aus dem PVC-Herstellungsverfahren erzeugte Abwasser trägt große Mengen suspendierter Feststoffe, die aus sehr feinen PVC-Partikeln im Submikrometerbereich bestehen, die mit herkömmlichen Verfahren schwer abzutrennen und zu entfernen sind. Diese Partikel setzen sich nicht leicht durch Koagulations-, Ausflockungs- und Klärprozesse ab und werden leicht durch die Vorbehandlung von Zero Liquid Discharge (ZLD) getragen, wodurch die Leistung der ZLD-Mainstream-Einheiten gestört wird.

Sobald diese Submikrometerpartikel in die nachgeschalteten Einheiten, insbesondere Umkehrosmosemembranen, eintreten, können sie nicht durch chemische Reinigungsverfahren entfernt werden, wodurch die Gesamtanlagenproduktivität verringert wird.

Pilotstudie

In Anbetracht der Submikrometergröße der PVC-Partikel und ihrer einzigartigen Eigenschaften führte der OEM mit diesem Abwasserstrom am TCI-Standort Sanmar ein Pilotprojekt durch, bei dem eine Kombination aus Absetzen und Flotation gefolgt von Ultrafiltration verwendet wurde, um eine effiziente Trennung der Partikel vom Wasser zu erreichen. Das Pilotprojekt wurde unter Verwendung der Q-SEP-Ultrafiltrationsmembranen von QUA durchgeführt.

Das Ziel der Pilotanlagenstudie war es, die Leistung von Flotationsmembranen mit gelöster Luft (DAF) und Ultrafiltrationsmembranen (UF) bei der Entfernung von PVC-Partikeln zu bestimmen.

Das Pilotprojekt war erfolgreich und die Ergebnisse zeigten effektiv, dass die nicht biologisch abbaubaren PVC-Partikel durch das ausgewählte DAF-UF-System an der Quelle entfernt werden konnten, wodurch die nachgeschaltete RO-Einheit geschützt wurde. Während des Pilotprojekts war Q-SEP UF in der Lage, einen konsistenten SDI im Bereich von 2-3 bereitzustellen, wodurch das Fouling von RO-Membranen aufgrund von PVC-Partikeln, die von der Produktionsanlage erzeugt wurden, eliminiert wurde.

Endschema mit Q-SEP UF

Da es sich um eine spezialisierte Anwendung für die PVC-Rückgewinnung handelt, wurde das endgültige ETP-Schema, das vom OEM entworfen wurde, basierend auf den erfolgreichen Pilotergebnissen mit Q-SEP UF von QUA konfiguriert.

UF entfernt die sehr feinen Submikronpartikel und der SDI des Wassers wird erreicht, bevor es der nachgeschalteten Anlage zugeführt wird.

UF ist die beste Vorbehandlungstechnologie, um eine kostengünstige Leistung des Umkehrosmosesystems sicherzustellen, und wird häufig verwendet, um Schwebstoffe, Kolloide und Makromoleküle aus Wasser zu entfernen. Als Vorbehandlung für das RO-System erhöht UF die Lebensdauer von RO-Membranen erheblich und reduziert die Reinigungshäufigkeiten, wodurch die Betriebskosten für das RO-System gesenkt und die Leistung und Produktivität der nachgeschalteten RO-Einheiten verbessert werden.

Modell: Q-SEP 6008
Module: 92 (2 Streams x 46)
Fließen: 2 x 133 m3/Std
Anwendung: ETP-Recycling

QUA-Lösung

Das UF-System bei TCI Sanmar Chemicals besteht aus zwei UF-Strömen mit jeweils 46 Q-SEP 6008-Modulen, also insgesamt 92 Modulen. In jedem Stream gibt es 2 parallele Reihen mit jeweils 23 Q-SEP-Modulen.

Das UF-System besteht aus Q-SEP®-Membranen aus Hohlfaser-Polyethersulfon (PES) sowie Rückspül- und Dosierpumpen für Chemikalien. Es ist für den Betrieb im Dead-End-Modus ausgelegt, wodurch die Gesamtwiederherstellung des Systems erhöht wird. Das System ist vollständig automatisiert und gewährleistet minimale Bedienereingriffe.

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